INTEGRATIVES YOGA

Yoga für Menschen mit Behinderung

Yoga für Menschen mit Querschnittslähmung? Für Blinde? Für Menschen mit neuronalen Erkrankungen wie MS oder einem Spasmus? Integratives Yoga, auch Yoga für Menschen mit Handicap genannt, ist bisher sehr unbekannt. Dass sich das langsam ändert, ist ein Verdienst von Antje Kuwert, Kundalini Yogalehrerin aus Stuttgart. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, YogalehrerInnen auszubilden, die Menschen mit Handicap im Yoga unterrichten können. Das können auch Menschen sein, die selbst im Rollstuhl sitzen oder blind sind.

Als Einzelkämpferin gestartet, bekommt sie inzwischen Unterstützung. Unter anderem wird ihre Arbeit von Yoga für alle e.V. gefördert.  Im Kern ist integratives Yoga nicht anders als Yoga für Menschen ohne Handicap: Es hilft, zu sich selbst zu finden, das Gedankenkarussell zu stoppen, eins zu werden mit der Welt. Auf diesem Weg behindern sich Menschen mit und ohne Handicap gleichermaßen selbst. Der einzige Unterschied: Menschen ohne Handicap können einfach in jedes Yogastudio spazieren. Auch wenn es Treppen, Stufen, Kanten gibt. Das können Menschen im Rollstuhl nicht und leider sind nur sehr wenige Orte barrierefrei, an denen Yoga angeboten wird.